Folge 102: Soll ich dann der Katze was schenken? – und andere Fragen des Lebens

Shownotes

Von „Soll ich dann der Katze was schenken?“ bis zu ziemlich großen Fragen: Nicole und Angi starten mit eurem Feedback – und landen wie so oft mitten im Leben.

Es geht um Demokratie und das aktuelle politische Geschehen, um Kommunikation im Klinikalltag zwischen Ärzt:innen und Patient:innen, um Freundschaften und um all die kleinen und großen Situationen, bei denen man sich manchmal fragt: Wie sind wir jetzt eigentlich hier gelandet?

Eine Folge zwischen Lachen, Nachdenken, Kopfschütteln und Klartext.

Thematisch bunt? Absolut. Aber genau so ist das Leben eben auch.

Ich finde den Katzensatz als Titel besonders stark, weil man null weiß, was einen erwartet – und genau deshalb reinhören will.

Mehr Informationen unter www.nicolestaudinger.de

Transkript anzeigen

00:00:04: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Leicht gesagt, der Podcast rund um das Thema Kommunikation.

00:00:17: Guten Morgen.

00:00:18: Das war jetzt glaube ich der dritte Anlauf, aber wir starten einfach rein oder?

00:00:22: Wir starten jetzt rein!

00:00:23: Man muss dazu sagen, wir sind digital zugeschaltet und mein Internet in der Eifel Kinders.

00:00:27: Ich würde mich wirklich als Resilient bezeichnen

00:00:30: Aber das verlangt

00:00:31: mir alles ab.

00:00:31: Ja, wir dachten schon lange ist es unser WLAN bestimmt auch, aber Deins ist vor allen Dingen schuld.

00:00:37: Auch.

00:00:38: Wir befinden uns mitten in der Tour.

00:00:40: mal dir Teilverteichelis, wie ist es gelaufen?

00:00:43: Und die ist so wundervoll.

00:00:44: Ach ich bin so beseelt!

00:00:46: Wenn ich jetzt noch gesund wäre, wär's echt mega... mich hat das leider ein bisschen lang gerafft.

00:00:51: Bin ordentlich angeschlagen.

00:00:52: Das ist aber auch normal in der Tour.

00:00:54: Nachher kommen natürlich dreihundert Leute zum Signieren.

00:00:57: Hundertfünfzig fragen mich ob sie mich kurz umarmen dürfen und da sage ich natürlich auch nicht nein.

00:01:02: heute Abend sage ich Nein damit die sich nicht anstecken.

00:01:05: Es isst Wundervoll!

00:01:07: Und ich weiß gar nicht, ob ich schon mal so schnell für mich in eine neue Show reingefunden habe.

00:01:12: Ich stehe hinter der Bühne und zähle runter, wann ich endlich raus darf.

00:01:16: Also es ist einfach toll.

00:01:17: Ja, ich darf durfte ja bei der Premiere dabei sein... In Bochum da war er schon ausverkauftes Haus.

00:01:22: Mega freue ich mich.

00:01:25: Ich hab viel mitgebracht.

00:01:27: heute Versucht das ein bisschen zu klustern.

00:01:30: Wir haben ja nicht allzu lange Zeit, aber wir hatten in der letzten oder vorletzten Folge ein paar Fälle wo wir wirklich viel Feedback zu bekommen haben.

00:01:38: und zwar erinnerst du dich noch an den Fall von der stets besorgten Mutter die egal was passiert ist also die Schwiegermutter.

00:01:45: Also Mutter-Schwiegermeuter.

00:01:47: Und da haben wir Feedback dazu bekommen von der Sonja, die wir so genannt haben.

00:01:52: vielen Dank für das Besprechen meiner Mail über meine stetsbesorgte Mutter.

00:01:56: Ihr habt einen Aspekt kurz bemannt, der sicherlich sehr gut zutrifft.

00:02:00: Seitdem sie Rentnerin ist, ist sie viel alleine zu Hause und füllt ihre Zeit auch viel mit Social

00:02:06: Media.".

00:02:07: Und wenn ich so darüber nachdenke, ist das vielleicht das was Social Media bedenklich macht?

00:02:10: Wenn eine gewisse Einsamkeit und Langeweile mit solchen sogenannten parasozialen Beziehungen gefüllt wird!

00:02:16: Wir hören den scheinbaren Freunden oder guten Bekannten in unserer Bubble zu und haben das Gefühl von sozialer Interaktion die aber im Ende doch weiter davon entfernt.

00:02:24: Und wenn die Bubble dann viele Probleme bespricht und immer wieder neue entdeckt, zieht das einen runter.

00:02:29: Es gibt dieses Phänomen ja bestimmt in jeder Altersgruppe aber gerade jungen Senioren sind dafür anfällig weil sie wenig über Social Media wissen und nie gelernt haben damit umzugehen.

00:02:40: Dazu kommt die viel freie Zeit.

00:02:43: Ja!

00:02:44: Das schreibt uns dieser Jänner einmal zurückweg ne?

00:02:46: Absolut, und das würde ich ergänzen wollen.

00:02:49: Wir haben ja alle nicht gelernt damit umzugehen.

00:02:51: Das ist ja plötzlich da!

00:02:52: Und selbst die jetzt Native sind, die das nicht anders kennen, haben es auch nicht gelehrt... Also was soll das auch schon sein?

00:02:59: Ja.

00:02:59: Und dass ist dieses echte soziale Beziehungen aufbauen.

00:03:03: Wissen wir aus der Glücksforschung, ist das einzige, was nachhaltig wirklich glücklich hält, liegt dieses blöde Handy weg, ja?

00:03:11: Ja, und gerade dieses Doom-Scrawling wovon wir ja alle nicht gefreit sind.

00:03:16: Das ist genau das, der Algorithmus wie das menschliche Gehirn reagiert besser auf Negatives und erreicht dadurch eine wirklich große Verhältnis, eine große Reichweite.

00:03:26: Und das darf man gerade auf so Plattformen wie Instagram oder TikTok einfach nie unterschätzen.

00:03:31: Man kann auch

00:03:32: ganz einfach

00:03:32: sehen – machte ganz kurz diejenigen, die das erfunden haben, Angie?

00:03:36: Die sind alle nicht auf Social Media,

00:03:37: ne?!

00:03:38: Also ich sag nochmal in Zuckerberg, der hat seinen Kindern das ganz klar verboten.

00:03:42: Die findest du dann irgendwo?

00:03:43: Das alleine sollte ein ja schon mal hellhörig machen, ne?

00:03:46: Ja, das stimmt!

00:03:48: Uns hat noch die Monika geschrieben – das war auch in der hundertsten Folge – dass Thema alle schweigen damit die Oma glücklich ist.

00:03:54: Da ging es um die unterschiedliche….

00:03:57: Das geht.

00:03:58: … eher die Kinder mit den Enkeln, mit denen.

00:03:59: die einen bekommen das und die anderen bekommen nichts Und da war ja sehr viel Emotionalität im Spiel.

00:04:06: Und die Monika hat uns geschrieben, ich war sehr aufgeregt als mein Thema bei euch in der hundertsten Folge einen Platz gefunden hat und so viele Gefühle haben sich in mir abgespielt beim Hören.

00:04:14: Ich habe persönlich etwas anderes als Antwort erwartet und war auch sehr aufgewühlt.

00:04:19: Ich musste lange über die Antwort nachdenken und irgendwann fiel es mir wie Schuppen von den Augen – was will ich?

00:04:24: Die entscheidende Frage in jeder Folge und daran habe ich einfach bei mir nicht gedacht!

00:04:29: Frieden in mir.

00:04:30: Ich kann meine Schwiegermutter nicht ändern, aber ich kann ändern wie ich mit dem Thema umgehe.

00:04:34: und ja wenn ich ehrlich bin als Nicole meinte ich habe ein Problem mit gesehen werden traf es mich mitten ins Herz.

00:04:40: genau das ist mein problem und ich weiß aber auch leider woher es kommt.

00:04:44: dass ist aber eine andere Geschichte.

00:04:47: Aber ich bin dankbar, mein Fall an euch geschickt zu haben und auch eine unbequeme Antwort bekommen zu haben.

00:04:52: Der Aha-Moment wird mich noch lange nachhaltig begleiten.

00:04:55: Macht bitte weiter so!

00:04:56: Bitte bringt noch viele Folgen raus.

00:04:57: seit weiterhin Unbequem und Rede Tacheles – dafür lieben wir euch!

00:05:10: Und das meine ich immer mit, es ist ein Teil der Tränen wo man einmal durchgeht.

00:05:13: Weil diese Frage des was will ich, ergibt nur dann Sinn wenn du komplett mit dir ehrlich bist.

00:05:18: und das tut weh.

00:05:19: ja

00:05:20: Das tut wehh.

00:05:20: aber umso schöner dass wir dir da irgendwie zur Seite stehen konnten Und im Bezug auf dieses Thema unterschiedlich Schenken innerhalb der Familie.

00:05:29: und diesem Fall hat uns noch die Jessica geschrieben.

00:05:32: Hallo Nicole und Angie, herzlichen Glückwunsch zum Hundertsten!

00:05:35: Vielen Dank für die vielen Folgen und die Arbeit, die ihr damit habt.

00:05:37: Beim Höhen der hundertsten Folge habe ich mich wieder an die Empörung meiner Mutter erinnert.

00:05:42: Soll ich jetzt der Katze was zum Geburtstag schenken?

00:05:44: Der Hintergrund, wir haben zwei Kinder.

00:05:46: Mein Bruder und seine Frau haben keine Kinder.

00:05:48: Meine Mutter wurde gefragt was die beiden denn im Ausgleich für die Weihnachtsgeschenke und Geburtstagsgeschenkel der beiden Enkelkinder bekommen wurden?

00:05:56: Also sie selber haben keine Kindern!

00:05:57: Was meine Mutter noch ausgemacht hat weiß ich nicht habe nie nachgefragt.

00:06:01: Ich freue mich auf jede neue Folge.

00:06:03: Es ist immer wieder so interessant und hilfreich Geil!

00:06:08: Da sieht man mal, wie anstrengend das auch ist.

00:06:10: Dieser Wunsch immer alle gleich halten zu wollen, ne?

00:06:13: Das ist hoch anstrendend.

00:06:14: Ja es ist hochanstrengender.

00:06:16: Jetzt kommen wir nochmal zu einem Feedback.

00:06:17: Es geht gar nicht um einen konkreten Fall sondern generell um eine Situation und zwar hat uns die liebe Susi geschrieben.

00:06:23: Liebe Nicole lieber Angie hier meldet sich ein großer Fan eures Podcasts gerne Susi genannt.

00:06:28: Das haben wir hiermit erledigt.

00:06:30: Ich habe alle Folgen gehört und schon sehr viel in meinen Alltag übernommen.

00:06:33: Heute komme ich aus einem schwierigen Gespräch als Vermieter mit den Mitteigentümer des Hauses.

00:06:39: Es gab vorher viele E-Mails, mit Unstimmigkeiten aller Beteiligten.

00:06:42: Schließlich haben wir ein persönliches Treffen vereinbart um die Wogen zu kletten – was soll ich sagen?

00:06:47: Ich habe mein Was Willig definiert!

00:06:49: Bin den größten Stinkstiefeln in dieser Runde mit herausragender Freundlichkeit und Humor begegnet und er war total buff und hat sich während des Gesprächs total gewandelt und

00:06:59: geöffnet.".

00:07:00: Er konnte gar nicht anders.

00:07:01: Somit habe ich mein Ziel erreicht, Harmonie in der Gemeinschaft und Unterstützung im Umgang mit unseren neuen

00:07:06: Mietern.".

00:07:07: Das habe ich nur mit euch geschafft!

00:07:09: Es könnte so einfach sein, wenn wir uns freundlich begegnen.

00:07:12: Irgendwie bin ich stolz auf mich diesen Stinkstiefeln geknackt zu haben.

00:07:15: Herzlichen Dank dafür!

00:07:17: Eure Susi!

00:07:20: Dafür machen wir den Podcast!

00:07:22: So das war's an Feedback.

00:07:24: Ich starte rein...in einen Fall.

00:07:30: Hallo Nicole, hallo Angie.

00:07:31: Ich habe euren Podcast vor einiger Zeit entdeckt und höre mich seitdem nach und nach durch die Folgen.

00:07:36: Als Lehrerin denke ich dabei oft schade dass solche Kommunikationstraining nicht viel stärker Teil der Ausbildung sind Denn gebraucht werden sie jeden Tag!

00:07:44: Ich bin drei Jahre alt und Lehrerin an einer Realschule in der Nähe von Köln.

00:07:48: Bitte nennt mich Katrin.

00:07:50: Vor einigerzeit kam ich in einem Wartszimmer mit einer älteren Dame ins Gespräch.

00:07:54: Irgendwann landeten wir bei den Ergebnissen einer Landtagswahl und damit sehr schnell bei politischen Themen.

00:08:00: Die Dame äußerte sich sehr in ihrer Position.

00:08:03: Sie sprach sich für die AfD aus und verbannte mit unter anderem die Hoffnung, auf weniger Zuwanderung niedrigere Preise höhere Renten und mehr Meinungsfreiheit.

00:08:12: Ich war zunächst ziemlich sprachlos und habe dann versucht mit Argumenten gegenzuhalten – Mit dem Grundgesetz, Menschenwürde und Meinungsfreihheit aber auch mit der Bedeutung von Zuwänderungen für unseren Arbeitsmarkt.

00:08:21: Meine Argumente kamen allerdings überhaupt nicht an.

00:08:24: Vieles wurde als falsch oder unglaubwürdig

00:08:26: abgetan.".

00:08:27: Kurz darauf wurde die Dame aufgerufen und verabschiedete sich freundlich.

00:08:30: Und ich blieb zurück, ziemlich aufgewühlt und fragte mich – wie führt man eigentlich ein Gespräch mit einem Menschen dessen politische Ansichten den eigenen sehr deutlich widersprechen?

00:08:39: Mein erster Impuls war mein Gegenüber zu überzeugen oder zumindest dazu zu bringen ist die eigene Haltung kritisch zu hinterfragen.

00:08:46: Aber ist das überhaupt das richtige Ziel?

00:08:48: Und wenn nicht was könnte in einer solchen Situation meinen Was will ich

00:08:52: sein?".

00:08:53: Wie kann ich da widersprechen, meine Haltung deutlich machen und trotzdem ein Gespräch führen das nicht sofort entgegenseitiges Überzeugen oder einen Streit führt?

00:09:01: Ich glaube dass viele Menschen solche Situation kennen in der Familie unter Freunden am Arbeitsplatz oder ganz eben zufällig im Wartezimmer.

00:09:08: Wie würdet ihr damit Kommunikation umgehen?

00:09:11: Viele Grüße eure Katrin.

00:09:15: Liebe Katrin!

00:09:16: Da habe ich ein ganzes Buch drüber geschrieben.

00:09:19: Das ist Inhalt von Time for Tarelles.

00:09:22: Genau darum geht es ja.

00:09:23: Aber um das vorwegzunehmen, sei doch alles richtig gemacht voll!

00:09:27: Die beiden haben doch kommuniziert.

00:09:29: und wenn das was willig ist dass danach jemand woanders das Kreuzchen macht?

00:09:34: Liebe Katrin dann wirst du immer wieder enttäuscht werden.

00:09:37: In Time for Tacheles steht ein Kapitel drin.

00:09:40: Das trägt die Überschrift Wir können das aushalten Und wir sind jetzt in einer Phase in Deutschland wo wir nicht mehr über Verbote reden können meiner Meinung nach, weil die Anzahl der Menschen derer – jetzt lasst mal ganz konkret sagen wie die AfD – wählen viel zu hoch ist.

00:09:59: Deswegen ist aus meiner Sicht mein was will ich?

00:10:02: Lasst uns im Dialog bleiben und genau das Hat die Kathrin doch gemacht?

00:10:07: Überzeugen ist nicht.

00:10:09: Konkrete Fragestellungen, konkrete Hilfestellungen dazu stehen in diesem Buch.

00:10:14: Die würden jetzt zu weit führen.

00:10:15: Ich sage dir nur mal ein Beispiel wie man damit unter Umständen umgehen könnte.

00:10:20: Klammer auf dass die Kollegin dann woanders das Kreuz setzt.

00:10:22: es leider immer noch unrealistisch aber sie könnte eine Gegenfrage stellen und sagen liebe Kolleginnen ich nehme dich doch hier im Schulalltag als absolut demokratische Person war.

00:10:33: Die sind die Stimmen von jedem Schüler wichtig,

00:10:36: und zwar

00:10:36: von dem Schüler mit Migrationshintergrund genauso wie mit dem der seit fünfzig Jahren hier lebt.

00:10:42: Sag mir bitte, wie passt das zusammen?

00:10:45: Da kriegst du sie vielleicht gepackt aber ich glaube dass was willig ist hier lassen wir im Dialog bleiben.

00:10:52: wenn Du überzeugen willst liebe Katrin dann gehen die Politik ja aber als Lehrerin bleibt dir da nicht viel anderes übrig

00:10:59: Und diese Dinge zu hinterfragen.

00:11:00: Ich folge, wie du ja auch mit Sicherheit markant, der sehr mutig immer wieder in den Dialog geht.

00:11:11: und das ist auch warum ich mir jedes Real angucke weil ich es krass finde wie sehr der einfach dran bleibt ohne Emotionen sondern so wirklich sagt achso was ist so?

00:11:22: dann erzähl mir mal worum das so ist und erzähle mir mal wo das steht weil im Wahlprogramm steht das und dass Das geht komplett gegen deinen.

00:11:29: was will ich.

00:11:31: Und egal wo der ist, er sagt dann immer, ach interessant!

00:11:34: Du willst nicht mit mir reden?

00:11:35: Aber du beschwerst dich und das finde ich mega.

00:11:39: Absolut.

00:11:40: Ich bin

00:11:40: halt diesen Mann für den mutigsten jungen Mann, den ich seit langem gesehen habe.

00:11:44: Das ist auch brandgefährlich, was der macht.

00:11:46: Ja klar, der

00:11:46: hatte diese Osttour gemacht vorher, vierzehn Tage lang.

00:11:49: Ganz

00:11:49: krass ganz krass.

00:11:51: Ich gucke mir das auch alles an weil ich dass eine Art der Kommunikation finde von Ich sehr, sehr viel lernen kann.

00:11:57: Ja ich finde das sehr mutig sein was will ich ist aber so deutlich zu erkennen der will ja auch im Dialog bleiben der will die Menschen verstehen.

00:12:07: und ja ich bin manchmal wirklich erschrocken und denke dann bei mir ja und die dürfen alle wählen ja bin ich darüber

00:12:13: darüber bin nicht erschroken aber bin auch wiederum ein bisschen.

00:12:16: Nicht bisschen sondern wiederum immer glücklich wenn er die screenshots einblendet von den jungen Leuten.

00:12:21: vor allen Dingen sind ja weitestgehend sehr junge menschen dir

00:12:25: quasi darüber kommen.

00:12:26: Ja,

00:12:27: die ja um wirklich in seiner Um überzeugt hat sozusagen und da kann man nur sagen im Dialog bleiben auch gerade natürlich passend unser Bundestrainer gestern bei seinem ersten Pressekonferenz einfach mega muss ich sagen mehr als dieser

00:12:45: Mann hat das.

00:12:46: also diese Aussage.

00:12:47: Ich möchte uns gerne die Fahne zurückholen damit wir den Patriotismus nicht den falschen überlassen.

00:12:54: Ich möchte nicht wissen, wie viele vor dem Fernseher saßen und gehofft hatten.

00:12:59: So ein Satz mal vom Kanzler!

00:13:01: Und das kommt

00:13:02: intrinsisch aus ihm

00:13:03: raus?

00:13:03: Ja ja, gestern am Radio sagten sie nur auch natürlich war das alles sehr gut vorbereitet aber es kam ja trotzdem so organisch aus ihn raus.

00:13:09: also er meinte wir sollten doch einfach alle glücklich sein ob zugezogen hier geboren wie auch immer in diesem Land leben zu dürfen und auch einfach davon zu profitieren was hier in diesem land alles Gut läuft, nicht so gut läuft.

00:13:23: natürlich anzupacken.

00:13:24: Fand ich mega!

00:13:28: Wir hoffen dass wir damit helfen konnten.

00:13:31: liebe Katrin wenn du dich hier wieder erkennst.

00:13:34: ok wir kommen zu einem Fall aus dem ärztlichen Arbeitsumfeld.

00:13:40: Hallo liebes leicht gesagt Team.

00:13:41: Liebe Nicole liebe Angie Ich habe euren Podcast vor ein paar Wochen entdeckt und höre ihn seitdem chronologisch durch.

00:13:48: gerade für meine eigene Gesprächsführung habe ich schon einiges mitgenommen.

00:13:51: Ich bin Assistenzärztin und habe einen Fall aus unserem Klinikalltag, der mich und mehrere Kolleginnen und Kollegen sehr beschäftigt.

00:13:58: Bitte nennt mich dabei Marlene – da mir Anonymität wichtig ist!

00:14:01: Ich lieb's übrigens, dass jetzt mittlerweile alle ihren eigenen Namen mitangeben macht, weiter so!

00:14:07: Schreibt uns übrigens gerne und das dann kurze Pause immer euren Fall an halloatnikollstaudinger.de.

00:14:14: Die Liebe Marlene.

00:14:15: Bei uns gibt es ein Oberarzt, bei dessen Supervision wie uns fachlich häufig nicht ausreichend unterstützt fehlen.

00:14:22: Und dabei geht das gar nicht nur um besonders komplizierte Fälle sondern auch um alltägliche klinische Entscheidungen bei denen wir eigentlich Orientierung bekommen und natürlich auch etwas lernen sollten.

00:14:31: Häufig erleben wir aber dass unsere eigenen Vorschläge einfach übernommen werden ohne dass wir eine wirklich fachliche Einordnung oder Begründung bekommen.

00:14:40: Fragen wir andere Oberärztinnen und Oberärzte oder unseren Chefarzt, bekommen wir oft deutlich fundiertere Antworten.

00:14:46: Teilweise auch andere Einschätzungen als von dem Oberarzt in der Supervision.

00:14:51: Das führt inzwischen dazu, dass wir uns untereinander beraten oder zusätzlich eine zweite fachliche Meinung einholen – eigentlich umgehen wir damit aber die vorgesehenen Strukturen!

00:15:01: Und das empfinden wir sowohl für unsere Weiterbildung als auch mit dem Blick auf die Patientenversorgung, als sehr problematisch.

00:15:07: Gleichzeitig sind wir Assistenzärztinnen und Assistenzerzte natürlich in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zur Klinikleitung.

00:15:14: Wir wollen also niemanden persönlich angreifen oder gegen eine einzelne Person vorgehen – und wenn ich es mit eurem Was Wille ich formuliere ist unser Ziel eigentlich ziemlich klar!

00:15:25: Wir wollen auf einem möglichst konstruktiven Weg die Qualität unserer Weiterbildung sicherstellen und

00:15:29: verbessern.".

00:15:30: Die Frage ist nur, wie spricht man so ein Problem professionell an ohne dass daraus ein persönlicher Angriff wird?

00:15:36: Wir haben bisher vier Möglichkeiten diskutiert.

00:15:38: Erstens bei Unsicherheiten konsequent eine zweite fachliche Einschätzung einholen und das auch transparent machen.

00:15:45: Zweitens ein persönliches Gespräch mit dem Chefarzt suchen.

00:15:48: drittens das Thema über unsere Assistenzsprecherinnen und Sprecher in die Leitungsrunde bringen oder viertens gemeinsam einen Brief mit konkreten Beispielen verfassen.

00:15:56: Hier haben wir allerdings Sorge, dass das schnell wie ein Dosier gegen eine einzelne Person wirken könnte!

00:16:02: Wie würdet ihr kommunikativ an eine solche Situation herangehen?

00:16:05: Welcher Weg schafft es, das eigentlich Problem klar zu benennen ohne jemandem persönlich anzugreifen – und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich wirklich etwas

00:16:13: verändert?!

00:16:14: Danke im Voraus für eure wertvolle Zeit und viele Grüße, Marlene.

00:16:19: Ach liebe Marlene was für ein spannender Fall!

00:16:22: Und das ist wirklich, wirklich schwer... Ich möchte ... du weißt wie ich zu Hierarchien stehe?

00:16:28: Aber die sind in Krankenhäusern da.

00:16:31: Das heißt meine künstlerisch freidenkende Seele, die sagt Hierarchie sind egal, dass zählt im Krankenhäuser nicht.

00:16:37: Die Probleme, die die Marlene da beschreibt, sie sind nicht gefühlt, die sind de facto so.

00:16:43: Wenn ich sie richtig verstanden habe, geht es ja darum, dass Sie von dem Oberarzt bei der Supervision nicht die Infos bekommen als Assistenzärzte, die Sie brauchen.

00:16:53: Damit Sie weiterhin die gute Ausbildung genießen und mit anderen Worten das was willig ist.

00:16:57: Die wollen lernen!

00:16:58: Richtig Genau, die fühlen sich nicht ausreichend unterstützt und dann kommen immer nur Dinge, die halt sowieso gesagt wurden.

00:17:06: Und das bringt bei den Unsicherheit rein was dazu führt dass sie andere Menschen fragen aber natürlich dieser Hierarchie von der du gerade gesprochen hast natürlich auch nicht umgehen wollen.

00:17:14: also die sind ja sehr sehr diplomatisch vorsichtig unterwegs möchte ich meinen einen so wichtigen Feld

00:17:21: über

00:17:22: die Einschätzung von dem Marketingdiagramm sondern wir reden über Patientenverbrauch.

00:17:29: Wenn Sie sich andere fachliche Unterstützung einholen, bekommen sie oft eine andere Einschätzung.

00:17:34: Das finde ich eigentlich das Dramatische daran.

00:17:36: Wir reden hier von Fällen und Menschen wahrscheinlich von Medikamentierungen vom Behandlungsplänen usw.

00:17:43: Das heißt diese Assistenzärzte sind darauf angewiesen dass die Info vom Oberarzt wirklich fundiert ist und das scheint aus zu bleiben.

00:17:51: Und das ist schwer!

00:17:53: Sie haben sich ja selber schon Gedanken gemacht auf diese vier Vorschläge.

00:17:57: dabei der einen, wir wollen gerne einen Brief aufsetzen mit verschiedenen Beispielen.

00:18:01: Davon würde ich abraten und ich kann das vom Gefühl her eher nur betiteln weil das was sehr Anklagen des hat Und Ich finde es wirft andersrum dem Blick darauf.

00:18:14: die haben jetzt schon relativ lange die Klappe gehalten und können jetzt sehr lange schon aufzählen wo alles was nicht gut funktioniert hat.

00:18:20: Ich würde dass was will ich danach oben hin?

00:18:22: Instinktiv würde ich über die Sprecher gehen

00:18:25: Ja, ich würde auch eine Mischung so aus eins.

00:18:27: Also immer wieder die zweite Meinung dabei behalten erst mal aber dann eben auch nochmal adressieren offiziell.

00:18:34: Ich würde an die Instanz darüber adressiert an den Chefarzt wirklich mir einen Termin holen kurz und knackig der hat ja auch keine Zeit.

00:18:41: das was will ich des Chefarts ist es dass der Bumster einfach läuft und da kurz und prägnant zu adressiren was das Problem komplett fachlich bleiben und den fragen, wie gehen wir jetzt als Assistenzärzte besser vor.

00:18:55: Übergehen wir den Kollegen?

00:18:57: Was ist sie als derjenige – das würde ich ganz klar benennen – Sie als der Chefarzt, der hier die Verantwortung hat.

00:19:04: Wie sollen wir damit als Assister umgehen?

00:19:08: Insbesondere vor dem Hinblick dass einige Einschätzungen von den anderen Kollegen auch andere waren?

00:19:14: da müssen sie uns unterstützen immer wieder an die Verantwortung des Chefarzts appellieren.

00:19:19: So würde ich jetzt wahrscheinlich machen, zwei Sprecher an den Chefarst und dieses Gespräch sehr mini-ziös vorbereiten, drei Minuten Problem vorbringen und dann auf seine Lösung malen.

00:19:32: Weißt du was mich daran so beruhigt ein bisschen oder so begeistert ist dass sie sich damit so auseinandersetzen?

00:19:38: Absolut.

00:19:38: Mit dem kommunikativen Thema.

00:19:40: Und ich mir dabei die Frage gestellt habe wie viel machen das in so Situation wirklich gewissenhaft.

00:19:48: Im Klinikalltag sehr viel, das bekomme ich mit in anderen Bereichen nicht so sehr.

00:19:55: Was

00:19:55: meinst du für andere Bereiche?

00:19:57: Öffentlicher Dienst zum Beispiel.

00:19:59: Sie setzen das aus habe ich schon erlebt mehrfach.

00:20:04: da geht es auch nicht um Leben und Tod

00:20:05: Nein, eben.

00:20:06: Also beruhigen meine ich so.

00:20:07: natürlich ist es deren... Es ist das Haupt was willig aber es ist trotzdem noch mal so schön das zu lesen dass es Menschen gibt die sich damit intensiver neben all dem ganzen Struggle den sie haben in einem Klinikalltag, ja?

00:20:18: Sich damit trotzdem bewusst auseinandersetzen.

00:20:20: als kommunikatives Thema Ja Super

00:20:25: Wir hoffen wir könnten da ein bisschen... Du warst

00:20:28: fertig mit dem... Ich war fertig.

00:20:31: Dann kommen wir zu einem letzten Fall für die heutige Sendung.

00:20:34: Und zwar hat uns eine E-Mail erreicht von der lieben Verena mit dem Betreff, meine Freundin sagt ständig ab und ich sage immer alles gut.

00:20:43: Liebe Nicole lieber Andi!

00:20:45: Meine Freundinnen und Ich kennen uns seit über zwanzig Jahren.

00:20:47: Früher waren wir sehr eng heute wohnen wir in derselben Stadt aber sehen uns trotzdem selten.

00:20:52: nicht weil ich das nicht will sondern weil sie ständig absagt.

00:20:55: Mal ist sie müde, mal ist bei der Arbeit irgendetwas dazwischen gekommen.

00:20:59: Mal hat eines der Kinder doch noch einen Termin, mal isst ihr einfach alles zuviel und ich verstehe das wirklich!

00:21:05: Ich bin Selbstmutter, ich kenne volle Wochen- und Lehrerakkus.

00:21:08: aber wenn man sich auf ein Treffen freut und dann am selben Tag wieder eine Nachricht bekommt mit bitte du nicht böse sein, dann tut das irgendwann weh.

00:21:15: Mein Problem?

00:21:16: Ich antworte immer mit Alles gut, roh dich aus manchmal sogar mit Herzchen.

00:21:21: Macht dir keinen Stress oder wir finden schon was Neues.

00:21:24: Dabei ist gar nicht alles gut.

00:21:26: Ich bin enttäuscht, ich fühle mich unwichtig und merke wie ich innerlich zumache.

00:21:30: Inzwischen frage ich kaum noch Treffen weil ich die Absage schon mitdenke.

00:21:33: Vor kurzem schrieb sie, irgendwie haben wir uns ja voll aus den Augen verloren!

00:21:37: Da musste sich das Handy kurz weglegen, weil ich dachte Ja, weil du mir dauernd absagst oder um unsere Treffen verschiebst.

00:21:44: Geschrieben habe ich aber?

00:21:45: Ja total schade lass bald mal

00:21:47: telefonieren.".

00:21:48: Natürlich haben wir bis jetzt nicht telefoniert.

00:21:52: ihr nicht vorwerfen, dass er lebendvoll ist.

00:21:54: Aber ich will auch nicht mehr so tun als würde es mich nicht verletzen!

00:21:57: Ich wünsche mir, dass sie Verantwortung übernimmt.

00:21:59: entweder sagt ich schaffe gerade kein Treffen oder dass die wirklich mal Prioritäten setzt.

00:22:04: wie sage ich das einer Freundin ohne dass es klingt als würd' ich Sie anklagen?

00:22:09: Auch liebe Verena der Worteinsatz schon.

00:22:12: Schon wieder mitgespielt.

00:22:13: Da

00:22:13: war aber schon.

00:22:14: Ja total.

00:22:14: Wie

00:22:14: in so vielen Fällen Liebe Leute lebt alle nochmal eure Mails weil ihr schreibt so oft die Lösung schon mit rein.

00:22:22: Da ist sie, da ist der Satz.

00:22:24: Liebe Freundin wie sage ich dir das?

00:22:26: ich dir nicht vorwerfen will dass dein Leben voll ist aber ich möchte auch toll dessen sein.

00:22:32: Da

00:22:32: war er!

00:22:33: Das ist der Satz und es ist also ich möchte nicht.

00:22:37: weißt du wie viele Frauen jetzt da sitzen und nicken?

00:22:39: Klar alle nicken.

00:22:40: Sie schreiben alles gut und in Wirklichkeit hast Du Dich gefreut und die Überschrift ist hier liebe absolut.

00:22:47: und das ist ja ganz ganz schwer hier das so zu formulieren, dass die Freundin jetzt nicht danach sagt, boah, jetzt machst du mir auch noch Stress.

00:22:54: Ich hab von allen Seiten Stress und jetzt machst Du mehr auch noch

00:22:57: stress.".

00:22:58: Ähm ich würde da mit Nochmehrliebe reingehen, liebe Verena Und sagen, pass auf!

00:23:05: Ich habe uns hier was organisiert.

00:23:08: Hier lasse ich auch keinen Nein gelten.

00:23:10: Das ist der ganze Abend.

00:23:11: Ich hab' mit deinem Mann gesprochen.

00:23:12: Der nimmt dir die Kinder ab und dann da einfach wieder ansetzen wo ihr aufgehört habt Ohne Nachkarten.

00:23:18: Und wenn dann die Stimmung gut ist, genau diesen Satz sagen ich schreibe dir, kannst du ja bei dir bleiben?

00:23:25: Ich hab echt ein Thema!

00:23:26: Ich schrei be dir alles gut aber in meinem Inneren weine ich dass du mehr absagst weil ich doch weiß... Wie sehr wir von so einem Abend zähren, oder geht mir das nur alleine?

00:23:36: Dass die Freundin schreibt Wir haben uns aus den Augen verloren.

00:23:38: Ist ein Schrei nach Liebe und die Verena schreit auch noch Liebe.

00:23:42: Verpasst es nicht ihr zwei!

00:23:43: Trefft euch auf dieser Ebene, holt ne Ründchen, sagt ja das Leben ist Brass Und lassen wir uns beide nicht aus den Augen verlieren.

00:23:51: Es ist ganz einfach.

00:23:52: Ja Das ist kein kompliziertes Gespräch.

00:23:54: Neee Ganz einfacher ist es.

00:23:56: aber Ich weiß Die Überwindung ist glaube ich Total Total.

00:24:01: Ja,

00:24:01: aber

00:24:02: da hat man natürlich auch wieder Angst vor Ablehnung.

00:24:08: Das Band ist ja da!

00:24:09: Das liest man ja daraus.

00:24:12: und weißt du was ich habe?

00:24:16: Nachdem ich in New York war, hab' ich ein paar Folgen von Sex and the City gekohlt.

00:24:20: Ich konnte nicht anders.

00:24:21: Ich musste mir diese Weile nochmal zurückholen Und damals, wie die Sendung ausgestrahlt wurde hat mich die Strahlkraft gar nicht so erreicht.

00:24:27: Ich hab da war ich ein Tacken zu jung für und jetzt habe ich mir die nochmal nachgeguckt.

00:24:30: Die waren ja in vielen Dingen ihrer Zeit voraus um was mir vor allem aufgefallen ist bei dieser Vierer Runde.

00:24:35: Wie viel Streiter manchmal

00:24:37: war?

00:24:37: Ja klar!

00:24:38: Wie sehr sie sich gestritten haben.

00:24:40: aber das tiefe Band hat immer wieder zueinander geführt.

00:24:44: Da dachte ich es über mir und das passt jetzt zur Verena.

00:24:46: Das Band is da Verena Und das Band kann das – und jetzt fließt er sich zum Kreis, zum ersten Fall.

00:24:53: Das kann das tragen!

00:24:55: Das kann auch mal tragen ein «Das trifft mich wenn du mir kurzfristig absackst».

00:24:59: Ich verstehe das.

00:25:00: Mir geht es ganz genauso wie du aber in diesen stressigen Phasen freue ich mich auf einen Abend mit dir und es trifft dich dass ich bei dir bei den Prioritäten offensichtlich hinten unterfalle.

00:25:12: Ja lass man uns nicht aus den Augen verlieren Anstoßen drücken weimen da wieder ansetzen.

00:25:18: Schreibt uns noch mal Verena, wenn du dich hier wiedererkennst was da ausgeboren ist.

00:25:22: Ja!

00:25:22: Es war es für heute.

00:25:23: Wir

00:25:24: danken euch fürs Zuhören bis zum nächsten Mal.

00:25:26: Tschüss!

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